Déjà Vu in Grötzenberg


"Atemberaubende" Vorrunde und erneutes Pech im Neunmeterschießen kennzeichnen Turnier in Grötzenberg.


Erneut scheitern die Tifosis an sich selbst, doch beginnen wir von vorne. Die Personalien seien diesmal schnell abgehakt: Katze, Gerv, Tepp, Ziege, Maresch, Mäddi, Hussum, Filippo, Arschkante, Schampusmichel und Sammy sollten den Rahmen für den lang ersehnten Durchbruch bilden. Familie Höfer auf Schmusetour, Pfaffensohn stellt die Weichen für den Venice-Beach Säuferpokal, Onki wegen Niedrigwasser an holländischer Küste gestrandet, Max Power an die Nordsee gereist um Onki zu retten. Die Gruppenauslosung versprach zum ersten Mal in der Tifosi-Historie einen entspannten Auftakt, die Bröltal Ladys.
In den ersten Minuten wusste man gegen die geballte Weiblichkeit kein rechtes Mittel. Die Damen kombinierten und den sonst physisch so stabilen Tifosis stieg die Schamesröte ins Gesicht als sähen sie zum ersten mal einen Sport-BH. Tepp brach dann gegen Halbzeit des Spiels den Bann und markierte das 1:0. Endlich konnte man sich aus der Verkrampfung lösen und Filippo sorgte mit zwei Treffern für die Entscheidung – Endstand 3:0. Beinahe wäre es bereits im ersten Gruppenspiel zur Sensation gekommen, doch Arschkante, der sich bei einem Konter mit nach Vorne geschlichen hatte und auf der gegnerischen Torlinie wartete, konnte freistehend, nach Vorarbeit von Hussum, das Leder nicht im Kasten unterbringen.
Im zweiten Spiel warteten die ungemütlichen Allstars, die sich im weiteren Turnierverlauf, aufgrund ihres Gossenjargons und der ruppigen Spielweise, wenig Freunde machen sollten. Man wusste von den spielerischen Stärken des Gegners und so kamen die Tifosis nicht über ein 0:0 hinaus.
Das letzte Spiel in der Gruppe C sollte dann in die Geschichte des Hobbyfußballs eingehen (siehe Video). Der Gegner hieß Pool Boys aus Gaderoth, die schon zu diesem Zeitpunk uneinholbar im Rennen um den Säferpokal in Führung lagen. In ihren Reihen befanden sich Fußballgrößen wie Arne Kratz, Alexander Wilhelm und Martin "Zappes" Nölling, was die Qualität unterstreicht. Nach minutenlangem Ringen entschied sich der Mannschaftsrat der Tifosis Feuer mit Feuer zu bekämpfen und schickte Sammy und Schampusmichel in der Starting 5 auf's Feld – eine, wie sich zeigen sollte, taktische Meisterleistung. Nach nur wenigen Minuten spielt Maresch Ziege auf der rechten Seite frei, der passt Messerscharf in die Mitte wo Schampusmichel Sammy den Ball vom Fuß nimmt und zielsicher zum 1:0 einschiebt. 1:0 Schampusmichel... Das zergeht einem auf der Zunge!!! Nur wenige Kontakte später taucht Mäddi vor dem gegnerischen 16er auf, zieht 2 Gegenspieler auf sich und passt im richtigen Moment auf den über links mitgelaufenen Sammy. Der verarbeitet mustergültig und spielt, trotz Bedrängnis, den einstudierten Doppelpass. Mäddi dann aus 4 Metern – nur noch Formsache!
Keeper Katze spürte zu diesem Zeitpunkt, dass das Torekonto noch eine entscheidende Rolle spielen könnte und schaltete sich ins Offensivspiel ein. Nach Zuspiel von Arschkante umkurvt er den ersten Pool Boy und auch der Zweite scheint nur Statist, bis dieser sich mit der Schmach nicht abfinden möchte und Katze im 16er unsanft von den Beinen holt – Elfmeter für die Tifosis! Zunächst ist die Sachlage des Auszuführenden unklar, doch nach einigen Sekunden kann sich Arschkante der Verantwortung nicht entziehen und unter tosendem Jubel tritt er zum Elfer an. 3 Schritte Anlauf, oben Rechts – die Menge rastet aus! - 3:0. Die Tifosis sind nun nicht mehr zu Bremsen. Ein Blockwechsel soll Schwung und neue Ideen ins Angriffsspiel bringen und wie auf Stichwort kommt Filippo über die rechte Seite zum Flanken, den hätte Beckham nicht besser gebracht und was 90 Kilo Teer, Wodka und Samenstränge unter dem Einfluss von 30 Bier noch zustande bekommen zeigte Tepp mit einem der schönsten Tore seit Bestehen. Seitfallzieher!!! - 4:0.
Unaufhörlich ging es nun Richtung PoolBoys-Keeper. Katze taucht erneut in der gegnerischen Hälfte auf, bedient Hussum auf Links, der zurück an den 16er wo Maresch lauert, der sieht den besser postierten Schampusmichel der aus kurzer Distanz unnachahmlich zum Endstand von 5:0 einnetzt. 2 Tore Schampusmichel, 1 Tor Arschkante und 1 Seitfallzieher – So nutzt man 12 Minuten!
7 Punkte, 8:0 Tore – Als Gruppensieger ging es ins Viertelfinale.
Im Viertelfinale hatte man es mit der jungen Truppe Chillsea zu tun. Aus dem Vereinsfußball war man mit einigen Kickern vertraut und wusste dass man über Dispiplin und Kampf ins Spiel finden musste. Trotz der defensiven Ausrichtung wurde es ein offener Schlagabtausch dessen Beginn die Tifosis jedoch verschliefen. Man sah sich einigen guten Angriff des Gegners ausgesetzt, die allesamt nicht den Weg ins Tor fanden. Zu spät bekam man das Spiel ebsser in den Griff und so brachten auch gute Chancen in den Schlussminuten nicht den ersehnten Torerfolg. So kam es wie es "natürlich" kommen musste. 0:0 – Neunmeterschießen.
Tifisis beginnen. Hussum - trifft. Chillsea - Trifft. Maresch – Chillsea Keeper pariert. Chillsea – trifft. Ziege schnappt sich den Ball. Die Rechnung ist nicht schwer, wenn er verschießt sind die Tifosis ausgeschieden. Der Siegeswille ist ihm anzusehen.. viel Anlauf.. er fokusiert den Ball.. Vollspann.. der Ball donnert mit gefühlten 345km/h auf's obere rechte Eck zu, nutzt die Oberkante der Latte als Rampe und verabschiedet sich Richtung Schloss Homburg.... Aus! Schon wieder! Schon wieder zu früh!

Ein Auge sollte weinen.. Aber es weigert sich. Zwar scheinen Neunmeterschießen eine never ending Story zu sein, doch überwiegen auch bei diesem Turnier die positiven Momente und vorallem die Erkenntnis in der Breite stark aufgestellt zu sein. Erneut wurde der dritte Platz beim Säuferpokal errungen und mit 0 Gegentoren in 4 Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt dass wir "eigentlich" vor Niemandem Angst haben müssen. Der Tatendrang bleibt ungebremst und wenn man auf den Ausgang des Turniers in Holpe tippen könnte.. die Quoten für 'Aus im Viertelfinale nach Neunmeterschießen' und 'Bronze beim Säuferpokal' wären keine gute Anlage!

 
(c) Tifosis & Friends 2010