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Tifosis sind wieder da - Hochwald 2010
 

"Nur" Viertelfinale in Hochwald - Tifosis starten mit starker Vorrunde und Pech im Neunmeterschießen in die Saison 2010

Ein Auftritt der nach Jahren der Erfolglosigkeit wieder Mut macht! So der gemeinsame Tenor nach dem Ausscheiden der Tifosis.

Erneut wusste man berets vor dem Turnier was die Stunde geschlagen hatte, denn man musste aufgrund des immer noch schallenden Namens in der stärksten aller vier Vorrundengruppen gegen bekannte Gegner wie Millionentruppe, Lange Lanzen und den Vorjahressieger Lokomotive Morsbach antreten. Zudem sorgten etliche Ausfälle und Wetterverhältnisse die jedem Äthiopier das Leben schwer gemacht hätten für Probleme. Dem Mannschaftsrat um Sportdirektor Opa standen zu Turnierbeginn lediglich 5 Tifosis und 3 "Friends" zur Verfügung. Zu den Stammkräften Katze, Opa, Maresch, Hussum und Mäddi gesellten sich Mittelfeld-Wirbler Marcelinho , Elfmeterass Phillippo und allround-Talent Siméone . Bollwerk Ziege musste Sponsorentermine wahrnehmen und sollte erst später dazu stoßen. Kreml-Kicker Tepp war zu Feierlichkeiten in Moskau geladen. Django und Djanginho hatten weitaus ominösere Gründe fern zu bleiben - "Versteckspielchen" trifft es hier am besten. Sammy 's Abwesenheit lasten wir Manni und Gattin an, die vor exakt 26 Jahren und 9 Monaten anscheinend wichtigeres zu tun hatten als über einen Einsatz ihres Sohnes auf dem Hochwalder Hobbyturnier zu spekulieren. Onki , die Seele der Tifosis, hatte es bei einer Spielersichtung in Thailand schwer erwischt und lag mit Tripper im Bett.

Im ersten Spiel gegen Lokomotive Morsbach zeigte sich, dass auch die Tifosis ihre Zeit brauchen um in Turnieren zu wachsen. Vermutlich hatte man mehr Angst vor den eigenen Unzulänglichkeiten als vor dem Gegner und so kam man in einem Chancenarmen Match nicht über ein 0:0 hinaus. Immerhin der erste Punkt!
Im nächsten Versuch, gegen die Windecker Scherzbuben , konnte das Ensemble endlich seine scheu ablegen. Zwar war der Gegner vom Namen eher unbekannt, doch gespickt mit Größen des Oberberger Fußballs. Einem kurzen Abtasten folgte das erste Tor durch Hussum und einem Ausbau der Führung durch Marcelinho . Angesichts des deutlichen Spielstandes wurden bereits die später angereisten Reservisten Schampusmichel und Arschkante von den Tribünen gefordert, doch der Anschlusstreffer für die Scherzbuben machte eine Einwechslung zunächst nicht möglich. Trotz der harten Gangart, die mit dem Anschlusstreffer aufkam behielt das Team das Heft in der Hand und konnte mit dem 3:1 durch Mäddi für die Entscheidung sorgen.
Lange Lanzen hieß der Gegner im dritten Spiel, denen ihr Engangement beim Säuferpokal sichtlich zu schaffen machte. Tifosis klar besser und vorallem fähig diese Überlegenheit in Resultate umzumünzen. Nach Toren von Maresch und Siméone hieß der Endstand 2:0, hätte aber durchaus höher ausfallen können.
Im folgenden Spiel sollten es die Jungs endlich mit Angstgegner Millionentruppe zu tun bekommen. Von Angst konnte jedoch bereits vor dem Spiel keine Rede sein. Man war sich der eigenen Stärke bewusst und bekam am Rande mit, dass die Millionentruppe ihrer Form hinterher lief. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte sich Oberwasser erkämpfen bis eine Hereingabe der "Colatruppe" an Freund und Feind vorbei ihren Weg ins Tor fand. Es galt nun den ersten Rückstand des Turniers zu verarbeiten, was vorbildlich gelang. Die Tifosis gaben ihr konzentriertes Pass- und Laufspiel nicht auf. So bekam Opa auf halbrechter Position die Chance zum Flanken und Hussum verwandelte per Kopf zum verdienten Ausgleich und gleichzeitigem Endstand. 1:1!
Im letzten Gruppenspiel hatte man es mit dem unbekannten und blutjungen Team der Lollipops zu tun, die bis dato die Gruppe ordentlich aufgemischt und Siege gegen vermeindlich bessere Mannschaften errungen hatten. Zudem war es den Pops juristisch nicht gestattet am Säuferpokal teil zu nehmen, was ein Plus an Konzentration auf Seiten des Gegners versprach. Doch hier zeigte sich die Erfahrung der Tifosis die mit cleverem Kombinationsspiel aus einer sicheren Abwehr heraus und mit nadelstichartigen Vorstößen den Gegner entnervte. Tore von Maresch und Opa sorgten für den verdienten Endstand von 2:0. Zudem konnte Paradisvogel Schampusmichel seine Qualitäten als Offensivallrounder unter Beweis stellen. Der Anweisung "Ab nach vorne" folgte ein Mauern am eigenen Fünfer und auch beim folgenden Abpfiff reagierte er wie ein alter Hase und folgte den anderen zielsicher an die Theke.

11 Punkte, 8:2 Tore - Platz 1 in der stärksten Vorrungengruppe. Da geht noch mehr!!!

Im Viertelfinale wartete das A-Team auf die erfolgshungrigen Tifosis. Die Qualität des Gegner war bekannt und das Ziel klar - Es zählt nur das Halbfinale! Was nun folgte ging einst als "die Schande von Gijon" in die Geschichte ein. Beide Mannschaften mauerten was der Kunstrasen her gab und nur vereinzelt kam es zu Angriffsversuchen. Als logische Konsequenz hieß der Endstand 0:0 und das so ungeliebte Neun - (oder waren's diesmal nur acht?) Meterschießen musste die Entscheidung bringen. Lange Veranstaltung kurz zusammengefasst: Eine Menge Leute treffen bis Opa nach Parade von Katze den Halbfinaleinzug auf dem Fuß hat - A-Team Keeper hält. Gefühlte 142 Neunmeter später schiebt Maresch das Leder am Kasten vorbei - Aus der Traum!

Fazit: "Wir sind schon wieder bei 80%" offenbarte sich Stürmer Hussum nach dem Turnier und spielte damit auf die Erfolge und Stärke der Vergangenheit an. Leider muss das Team immer wieder Ausfälle vekraften, die es schwer machen den einst guten Spielfluss eine Saison lang aufrecht zu erhalten. Allerdings sollte man diese Mannschaft nicht an den Resultaten der Vergangenheit messen. Man ist gereift! Ob Fußballerisch sollen andere entscheiden, sicherlich aber menschlich. Guter Fußball geht heute über Titel und der Spaß steht tatsächlich im Vordergrund was der dritte Platz beim Säuferpokal unterstreicht. Dieses Turnier hat Lust auf mehr gemacht und wer sie kennt der weiss: Die Tifosis sind wieder da!!!

Bilder vom Turnier
und der After-Show-Party



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